Vierte Maritime Deutschlandreise 2009

Erste Woche: Meißen – Wittenberg

Bei bestem Spätsommerwetter und 28 Grad auf den Sonnenhängen startete die vierte Maritime Deutschlandreise am 19. September in Meißen. Zwei Wochen lang waren die stolzen Europa-Schiffe von Fürstenberg/Havel aus ins sächsische Hoheitsgebiet – natürlich auf dem Wasserwege – überführt worden.

Nicht nur als Meister des formvollendeten Porzellans, sondern auch als Weinstadt hat sich das tausendjährige Meißen einen Namen gemacht. An der sächsischen Weinstraße gelegen, produzieren bekannte Großlagen wie der Meißener Kapitelberg oder das Weingut Schloss Proschwitz edle Tropfen. Auf dem Weinfest, das parallel zum Auftakt unserer Hausbootreise am letzten Wochenende stattfand, hatten die Besucher Gelegenheit, die sächsischen Rebsorten zu probieren. Die Winzer der Region präsentierten mit Stolz ihre edlen Tropfen – wer sein Becherchen dabei hatte, bekam direkt von den Wagen des sonntäglichen Festumzugs aus eingeschenkt. Das Weinfest hatte regen Zulauf und auch wir profitierten vom starken Besucherandrang.

Vom Cardinal-Boating-Infostand in der Altstadt wurden interessierte Gäste in den Meißener Winterhafen gelotst. Vor der pittoresken Kulisse aus Weinhängen, der eindrucksvollen Meißener Albrechtsburg und dem prächtigen Riesenrad der Weinfestkirmes, gaben die Europa-Schiffe der Maritimen Deutschlandreise ein einladendes Bild ab. Insgesamt kamen etwa 400 Gäste an Bord, um Hausbooturlaub zum Anfassen zu erleben. Die Probefahrten führten stromaufwärts bis zur Meißener Altstadtbrücke und mit dem Fluss zurück in den Winterhafen.

Jetzt sind wir mit den beiden Schiff auf der Elbe Richtung Lutherstadt Wittenberg unterwegs, wo am kommenden Wochenende Luther in Begleitung von Katharina von Bora die Flotte willkommen heißen wird. Zum Abschied wünschten uns die Meißener Gastgeber immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel – bei dem niedrigen Wasserstand der Elbe ein willkommener Wunsch.

Zweite Woche: „Open Boat“ in Lutherstadt Wittenberg

Am vergangenen Wochenende machten wir in Lutherstadt Wittenberg fest. Wir waren froh, die Passage von Meißen bis hierher über die Elbe gemeistert zu haben, denn nicht von Anfang an war klar, ob jetzt zum Herbst hin der Wasserstand des Flusses noch reichen würde. Doch dank des geringen Tiefgangs der Europa-Schiffe von nur 80 Zentimetern hatten wir stets eine Handbreit Wasser unter dem Kiel (und häufig wahrscheinlich nicht viel mehr…).

Von Freitag bis Sonntag war wieder jedermann herzlich an Bord unserer Schiffe willkommen. Da ließen es sich am Freitag Martin Luther nebst seiner Gattin Katharina von Bora nicht nehmen, die Schiffe zu inspizieren. Den beiden gefiel es an Bord gar so gut, dass sie mit uns die eine oder andere Elbrundfahrt unternahmen und den weiteren Gästen über ihre Heimat und deren Historie berichteten. Insgesamt wurden an den drei „Tagen des offenen Bootes“ fast 600 Besucher an Bord empfangen.

Der große Campingplatz am Brückenkopf in Wittenberg hat uns besonders gefallen. Eine top gepflegte Anlage mit erstklassigem Service. Außerdem konnte man sich an den tierischen Mitbewohnern des Marina Camps, nämlich Gänsen, Pferden und den gemütlichen Gallowayrindern, erfreuen.

Empfohlen sei ein Rundgang durch die Altstadt Wittenbergs. Obligatorisch ist dabei ein Besuch der Schlosskirche, an deren Tür Luther die 95 Thesen anschlug. Am Hafeneingang, direkt beim Brückenkopf, steht unübersehbar der „Rote Luther“ auf Stromkilometer 214, 7. Die rote, aus Kunstharz gegossene Plastik der Künstlerin Anina Brisolla wurde im Jahr 2003 zum 450. Todestag Cranachs fertig gestellt. Heute grüßt der Reformator über die Elbe und spendet den Flussreisenden seinen Segen.

Dritte Woche: Von Wittenberg nach Wolfsburg

Hier einige Impressionen unserer Reise von Wittenberg nach Wolfsburg.

Vierte Woche: „Open Boat“ in Wolfsburg

In Wolfsburg empfing uns windiges und wechselhaftes Wetter. Nichtsdestotrotz hatten wir einen sehr angenehmen Aufenthalt im Motoryachtclub, ganz in der Nähe der Autostadt. Am Wochenende kamen immer wieder Gäste an Bord. Die Probefahrten waren diesmal ein wenig herausfordernder, da auf dem Mittellandkanal das rege Treiben der Berufsschifffahrt vorherrschte. Aufgrund der leichten Manövrierbakeit der Europa-Schiffe gelang das ein oder andere Ausweichmanöver jedoch auf Anhieb. Interessierte Urlaubsplaner wurden über die fantastischen Charterreviere Brandenburgs und Mecklenburg-Vorpommerns informiert, in denen kein Frachtschiff den Freizeitkapitän in die Enge drängt.

Fünfte Woche: „Open Boat“ am Treptower Park in Berlin

Trotz des wechselhaften Herbstwetters kam so manch Interessierter zu uns an Bord. Und wer dies wagte, wurde nicht enttäuscht. Hatten wir uns doch einen der schönsten Bootsanleger in Berlin ausgesucht: den Bootssteg am Restaurantschiff „Klipper“ am Treptower Park. So konnten wir unsere Gäste zu einigen schönen Rundtouren einladen.

Sechste Woche: Finale am Fleesensee

Zum Abschluss der vierten Maritimen Deutschlandreise machte die Flotte von Cardinal Boating Holidays am vergangenen Wochenende am Anleger des Iberotel Fleesensee fest. Mit von der Partie waren auch zwei Pénichette des Vercharterers Locaboat Holidays, der Schwesterfirma des Reiseveranstalters. Bei wechselhaftem Herbstwetter fanden doch erstaunlich viele Gäste den Weg ans Ufer und wurden durch ein traumhaftes Panorama entlohnt. Das Spiel heller und dunkler Wolken, der Wind im Gesicht und das bunte Laub der Bäume ließen eine phantastische Herbstatmosphäre aufkommen. Nicht selten brach die Sonne durch den Herbsthimmel – eine Bootspartie bei diesem Wetter hat ihren ganz besonderen Reiz!

Resümee Vierte Maritime Deutschlandreise 2009

Die vierte Maritime Deutschlandreise hat Mitte Oktober ihren krönenden Abschluss am mecklenburgischen Fleesensee im Iberotel Fleesensee gefunden. Gemeinsam mit der ADAC Sportschifffahrt empfing der Hausbootspezialist Cardinal Boating rund 2.000 Besucher an den vergangenen fünf Wochenenden zu Bootsbesichtigungen und Probefahrten. Auf der malerischen Elbe wurde in der Porzellanstadt Meißen und darauf in Wittenberg aufs „Open Boat“ geladen. In Wolfsburg am Mittellandkanal und auf der Berliner Spree konnten die Gäste Hausbooturlaub zum Anfassen erleben. Auf der letzten Station am Fleesensee waren auch zwei Pénichettes des Vercharterers Locaboat Holidays zu bewundern.

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